Keramik aus dem Holz- oder Kapselbrand

Meine Keramikarbeiten im Laden Neustadtgasse 13 sind alles auserwählte Einzelstücke. Sie sind entweder im Holzbrandofen oder in einer Kapsel mit brennbaren Materialien im Elektroofen gebrannt. So hat jedes Stück Spuren des Feuers, manchmal ganz zart, ein anderes Mal von der Asche geprägt mit kräftig rauer Oberfläche.

 

Meine Werkstatt liegt in Sulgen, wo die Arbeiten entstehen und die Stücke im Elektroofen geschrüht werden (erster Brand). Weil meine Werkstatt mitten im Dorf liegt, ist es unmöglich, da einen Holzbrandofen zu betreiben. Dazu fahre ich zu Holzbrandtöpfern, wo ich die Gelegenheit für Brenngemeinschaften habe. So entstanden die Werke in verschiedenen Brennöfen mit unterschiedlichen Bennsystemen und Brennresultaten. Ein Teil der Werke wurde bei Hendrik Schöne (Sachsen) in einem japanischen Sasukeneiofen gerbrannt. Diesen Ofen befeuert man über mehrere Tage.

Was bedeutet Holzbrand?

Was ist es, dass man all die Müh auf sich zu nimmt um Stunden, sogar Tage Holz zu spalten und damit einen hungrigen Ofen füttert?

 

Die Flammen umzingeln und verschlingen das Holz, stunden-, tagelang, in einem Rhythmus, wie Musik die uns in eine Trance treibt. Über die ganze Zeit das Feuer beobachten, Hitze kontrollieren, auflegen, den Rauch beim Schornstein beobachten, auflegen, oh – die Temperatur fällt, nicht in Panik geraten, weiter und weiter im Rhythmus bleiben. Oder doch nicht? Oxidation, Reduktion, der Ofen atmet. Und dann - die Kegel sind gefallen, der Pyrometer hat die Temperatur erreicht, noch etwas weiterheizen? Viel Holz auflegen und wir hoffen auf eine gute Reduktion. Dann wird der Ofen versiegelt, alle Öffnungen und Schlitze mit Lehmmörtel zugeschmiert und erschöpft aufatmen… . Jetzt beginnt das Bangen. Wieder Tage des Wartens bis der Ofen ausgekühlt ist. Die Zeit naht, die ersten Steine werden gelockert und ausgebaut. Ein erster Blick mit Taschenlampe in das dunkle Innere. Noch strömt Wärme entgegen. Es ist nur ein Erahnen, ob der Brand gelungen ist oder nicht. Man kann die Werke noch nicht anfassen, spüren oder fühlen. Und dann das Ausbauen, da klebt die Glasur, da ist etwas umgekippt, zu viel Hitze, da zu wenig und dann – welch ein schönes Stück! Und für dieses schöne Stück die ganze Müh?

 

 

 

Kühler Sommerwind.

Sommerschattenspiel im Raum –

Niemand ist mehr da!

Holzbrand ist mehr als Keramik produzieren –

Holzbrand ist eine Philosophie!

Interessiert und neugierig?

 

Dann besuche am Besten die Neustadtgasse 13 oder meine Webseite: www.kemake.ch

 

Kontakt:

Margrit Keller

071 642 14 18

margrit@kemake.ch

www.kemake.ch